Tourbericht Trans-Alp 2003
"Martigny - Ventimiglia"

8. Etappe (Sonntag, den 14.09.2003): Arata - Sambuco ***

Armer Marco, haben wir ihm heute Morgen doch glatt eine Stunde Schlaf geraubt. Wegen eines kleinen Kommunikationsproblem mit der Hüttenwirtin sitzen wir schon um 7 Uhr am Frühstückstisch. Was um so schlimmer ist, da heute die zweite unserer Ruhetagetappen auf dem Plan steht und wir alle Zeit der Welt haben. Eigentlich wollten wir einen kompletten Ruhetag einlegen, doch der wurde einstimmig gestrichen. Was will man einen ganzen Tag in irgend so einem Nest machen? Wir hätten uns zu Tode gelangweilt. Es hat sich gezeigt, dass sich die 7. und 8. Etappe perfekt zur aktiven Regeneration eignen und vollkommen ausreichend sind. Heute Nacht hat es geregnet und die Wolken hängen noch bedrohlich über uns. Nicht nur die Straße ist naß, auch in Tobias Schuhen steht das Wasser. Man sollte seine Schuhe nie draußen stehen lassen, egal wie gut das Wetter am Vortag ist. Auch der heutige Anstieg verläuft auf einer schönen kleinen Passstraße und die 1250 Höhenmeter zum Colle dei Morti (2480) sind kein Problem. Die Passhöhe präsentiert sich in makellosem Weiß und am Colle Valcavera müssen wir deswegen etwas umdisponieren. Die Piste zum Passo dei Gardetta ist total aufgeweicht und matschig. Bei Trockenheit sicher eine tolle Strecke, heute wird man nur von oben bis unten eingesaut. Desweiteren haben wir Bedenken, ob man den Trail vom Passo dei Gardetta fahren kann, geschweige denn die Markierung im Schnee überhaupt finden kann. Wir entschließen uns direkt auf dem P34 nach Sambuco zu fahren. Eine Alternative, die ich aus dem GTA-Buch habe und in der Karte recht schlüssig erscheint. Auch hier ist der Beginn des Pfades im Schnee nicht zu erkennen und wir fahren einfach auf gut Glück Richtung Tal bis wir auf einer Piste landen. Eine riesige Gaudi. Man hätte alternativ auch erst ein Stück Richtung Rif. Gardetta fahren und der ersten Piste links ins Tal folgen können. Diese Piste fahren wir kurz hinunter Richtung Sambuco, bis sie an einer kleinen Kapelle endet. Hier beginnt der große Spaß. Direkt hinter der Kapelle startet ein Trail der Luxusklasse. Auf Gardasee-Schotter windet sich der Pfad in kleinen Serpentinen durch ein beindruckendes Tal direkt bis nach Sambuco, wo uns der Posto Tappa Wirt schon erwartet. Diese Posto Tappa ist einer Osteria angeschlossen, was sich als kulinarisch vorteilhaft herausstellt. Hier werde wir auf jeden Fall wieder vorbeischauen, nicht nur wegen der Trails. Ich sag nur "Kürbissuppe und Kaninchen".

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