Tourbericht Trans-Alp 2003
"Martigny - Ventimiglia"

2. Etappe (Montag, den 08.09.2003): Courmayeur - Seez Villards ***

Nachdem wir am ersten Tag dem Regen noch entgingen, wurden wir an diesem Morgen von eben diesem geweckt. Da macht das Aufstehen richtig Spaß. Doch wir mussten raus, hatten wir uns doch für heute einiges vorgenommen. Zum Glück hörte es pünktlich zum Start auf und wir konnten die Regenklamotten gleich am Hotel wieder ausziehen. Nach kurzen Orientierungsproblemen in Courmayeur setzten wir unsere Fahrt entlang des Mont Blanc Massives fort. Die Berge waren noch recht wolkenverhangen und der Neuschnee glänzte von den Gipfeln. Doch über uns konnte man schon den blauen Himmel sehen und versprach gutes Wetter für den heutigen Tag. Auch der heutige Anstieg zum Col de la Seigne ist richtig angenehm zu fahren und begeistert mit seinen Ausblicken auf den Mont Blanc. Bis zum Lac du Miage läuft es wie von selbst, bevor es 200 Hm etwas steiler bis kurz unters Rif Elisabetta Soldini in das Valon de la Lee Blanche geht. Durch das Tal kann man wieder bis auf ein paar Rampen gut fahren und muss nur die letzten 200 Hm zum Col de la Seigne (2515) schieben. Wir sind selbst überrascht wie schnell und locker wir den heutigen Etappen Höhepunkt schaffen. Den emotionalen Höhepunkt erleben wir dann auf der Abfahrt. Wenn man davon sprechen kann einen Trail abzusurfen, dann diesen. Mit einer Leichtigkeit und Speed gleiten wir förmlich Richtung Tal und genießen die bewundernden Blicke der entgegenkommenden Wanderer. Die haben sich auch gefragt, wo wir jetzt schon herkommen. Befanden sich die ganzen Wanderer ja noch im Aufstieg. Die letzten Höhenmeter aus dem Tal bis nach les Chap-pieux lassen wir es auf Teer gemütlich rollen. Dort angekommen gönnen wir uns erst mal eine Brotzeit an einer urigen Hütte. Eigentlich wollten wir nur eine Suppe. Bekamen dazu aber noch allerlei Wurstspezialitäten der Region gereicht, was den Preis auf erschreckende 50,- Euro für alle erhöhte. Man sollte immer vorher fragen, was es den kostet. Dafür war es aber mal was Ausgefallenes und echt lecker. Nach der Rast geht es die Bundesstraße hinunter nach Bourg St. Maurice, wo wir im Touristenbüro die Übernachtung in Tigne klar machen wollen. Zu unserer Enttäuschung müssen wir feststellen, dass es um diese Zeit kaum Übernachtungsmöglichkeiten gibt und die wenigen ausgebucht sind. Da uns das Risiko zu groß ist einfach hoch zu fahren und dann nichts zu finden, entschließen wir uns in Seez einzuquartieren.

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