Tourbericht Trans-Alp 2003
"Martigny - Ventimiglia"

11. Etappe (Mittwoch, den 17.09.2003): Limonetto - Rifugio Allavena ***

Bei herrlichem Sonnenschein und Fernsicht geht es zunächst die Tenda-Nordrampenstraße wieder hinauf bis wieder fast zum Tenda-Pass. Hier beginnt nun das endlose Auf und Ab entlang des Ligurischen Grenzkamms. An der Auffahrt zum Col della Boaria treffen wir dann zum zweiten Mal auf unserem Trip Mountainbiker. Eine Gruppe aus der Schweiz, die zum wiederholten Mal in Tenda Urlaub machen und von den Strecken begeistert sind. Die exponierte Lage der Straße eröffnet herrliche Ausblicke in alle Richtungen. Man kann sogar über Turin hinweg die schneebedeckten Gipfel der Schweizer Alpen sehn. Dafür bietet die Strecke keinen Schatten und ausgerechnet jetzt kommt der Sommer mit hohen Temperaturen zurück. Heute machen sich auch die letzten Tage bemerkbar und selbst kleine Anstiege gehen nicht mehr so leicht von der Hand. Da sind die kleinen Pausen wegen einiger Reifendefekte herzlich willkommen. Es gab übrigens nur bei dem einzigen Teilnehmer mit Continental Explorer Pro Reifen Probleme. Der Reifen taugt nicht und ist für harte Abfahrten einfach zu klein. Doch langsam geht uns das Wasser aus und wir können einfach nirgends Wasser entdecken. Nur tausend schwarze Schläuche, die von leeren Brunnen zu irgend welchen Viehtränken führen. Am letzten Anstieg zum Rif. Monte Grai sind alle Wasservorräte aufgebraucht. Wir haben es ja zum Glück nicht mehr weit. Kurz vor der Höhe in einer Rechtskehre geht es geradeaus hinunter zum Rifugio Allavena. In der Abfahrt zu unserem Quartier liefern wir uns noch ein packendes Duell mit zwei Enduro-Piloten. Obwohl die Abfahrt für uns eigentlich zu flach ist und wir kurbeln müssen wie bekloppt, können wir die Sache für uns entscheiden. Die Unterkunft ist recht einfach, aber ordentlich. Nur das Essen war für unsere Belange etwas dürftig. Hier treffen wir auch noch ein Pärchen aus Deutschland die auch mit dem MTB unterwegs sind und auch eine Westalpenüberquerung bewerkstelligen. Allerdings lassen Sie sich drei Wochen für die Strecke Zeit und haben die harten Schiebestücke rausgekürzt. Das sollte alle Biker dazu ermutigen, es auch zu versuchen. Wenn man die Etappen dem eigenen Leistungsvermögen anpasst, ist es kein Problem das Abenteuer zu schaffen und der Erlebniswert entschädigt für alles.

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