Reisebericht der Transalp Gargellen - Locarno


3. Tag: 29.7.99

Thomülpaß
Gleich beim Losfahren haben wir am Stausee einen Schweizer Mountainbiker getroffen, der dann beinahe den ganzen Tag mit uns gefahren ist. Zu dritt ging es aufwärts nach Thalkirch und weiter über Wanderwege zum Thomülpaß. Bei wolkigem und nebeligem Wetter fuhren wir sehr feuchte, steinige Wege. Wir haben teilweise geschoben, doch hätte man es unbedingt wissen wollen, hätte man auch im Sattel bleiben können. Landschaftlich war diese Strecke wunderschön.

Thomülpaß
Die anfangs steinige, schwierig zu fahrende Trailabfahrt von der Paßhöhe (2412 Hm) hinunter und nachher die super-schnelle Abfahrt über schmale Straßen und durch enge Serpentinen nach Vals (1252 Hm) war dann der absolute Knaller. Ganz ehrlich, viel besser geht´s nicht mehr. Landschaft, Stimmung, die Aussicht, Geschwindigkeit, technisch anspruchsvolle Trails, ... hier kam so ziemlich alles zusammen, was man sich als Biker erträumt. Hinzu kam, daß das Wetter aufklarte, dadurch hatte man noch mehr von der wunderbaren Aussicht.


Am Vorderrhein
Nach einer kurzen Pause dampften wir dann ganz in der Manier eines Kilometerfressers nach Ilanz (698 Hm). Dort legten wir zum einen eine Mittagspause Pension ein, zum anderen verabschiedete sich unser schweizer Freund. Eigentlich war hier unser geplantes Etappenziel. Da aber erst Mittag war und wir noch viel Kraft hatten, entschlossen wir uns noch weiter zu fahren. Da der morgige Tag auch recht anstrengend werden sollte, wollten wir heute so weit wie möglich kommen. Auf einem schönen Fahrrad-/Schotter-Waldweg, der übrigens, wie fast alle Wege in der Schweiz, vorzüglich ausgeschildert war, man brauchte nicht einmal eine Karte, fuhren wir den Vorderrhein aufwärts nach Disentis. Auf diesem Weg hatten wir auch die einzige Panne unserer Tour. Der Platten von Jens hielt uns aber nicht lange auf.



Inspektion
Die letzten Meter zu unserem Etappenziel waren dann doch noch ermüdend, unter anderem auch weil es noch mal stark bergauf ging und die Sonne für kräftezehrende Hitze sorgte, die Jens aber erst zu besonderen Höchstleistungen anspornte. Über das Touristenbüro haben wir dann wieder eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden. In der Pension Schuoler wurden wir herzlich empfangen und konnten uns endlich mal gründlich um unsere Bikes kümmern. Diese "große Inspektion" war auch wirklich notwendig, die Räder hatten schon jetzt ordentlich gelitten.


Etappendaten:

Distanz: 81 km
Höhenmeter: 1600
Start: 7:40 h
Stop: 16:15 h
vmax: > 70 km/h
Wetter: 13-27 °C, am Anfang bewölkt und neblig-kühl, später sonnig und heiß

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