Reisebericht der Transalp Gargellen - Locarno


2. Tag: 28.7.99

Ochsenalp Am Morgen ging es gleich bergauf nach Arosa. Markus kam die Temperatur und die frühe Stunde entgegen, so hat er Jens, wie immer am Morgen, auf den ersten Kilometern stehengelassen. In Arosa bogen wir dann in Richtung Ochsenalp ab, als gerade leichter Regen einsetzte. Leider spielte das Wetter gar nicht mit, so daß der wunderschöne Panorama-Wanderweg zur Ochsenalp (1936 Hm) nicht richtig genossen werden konnte. Ohne Sicht, dafür in einer Fahrt durch die Wolken ging es ohne nur eine Menschenseele zu sehen auf einer technisch anspruchsvollen Strecke weiter. Es war aber sicherlich auch eine Joch wertvolle Erfahrung, mit widrigen Umständen zurechtzukommen. Die Abfahrt von der Ochsenalp war dann recht schlammig. Später, als auch die Sicht besser wurde, hatten wir eine sehr gute Abfahrt Richtung Furgglis. Kaum im Tal angekommen, ging es wieder bergauf in Richtung Joch, doch diesmal wurden wir zuerst durch starken Regen gebremst. Die Pause kam aber gar nicht so ungelegen, es war eh wieder Bananenzeit.

Der Wanderweg war Abfahrt Thusis zum Teil sehr schmal und steinig, schlammig war es sowieso, wir mußten also wieder viel schieben. Bei der Rast an der Paßhöhe (2020 Hm), wurden wir von einer Kuh-Herde regelrecht umzingelt. Es ging aber bald weiter, hinab nach Lenzerheide und hier konnte endlich mal wieder richtig Gas gegeben werden. Ohne uns groß aufzuhalten, setzen wir unseren Weg fort und nahmen die Abfahrt nach Thusis. Dieser Streckenteil ist wirklich empfehlenswert. Die Stecke ist in den Fels gehauen und man kann sich im Nachhinein gar nicht vorstellen, wie man diese "Wand" runtergekommen ist. Den langen Abfahrt Thusis unbeleuchteten Tunnel, die phantastischen Trails kann man gar nicht lang genug genießen, von der herrlichen Aussicht ganz zu schweigen, denn man ist halt doch schneller im Tal als man es sich wünscht. Markus hatte sich schon über seinen knurrenden Magen beklagt, also haben wir in Thusis (883 Hm) erstmal Pause gemacht und Kalorien getankt. Da wir nicht wußten, was der Tag noch bringen sollte, und wie weit die Kräfte reichen, haben wir auch Übernachtungsinformationen im Touristenbüro eingeholt. Man kann sich wirklich darauf verlassen, von der Touristeninformation die entsprechende Safien Platz Unterkunft zu bekommen. Es folgte die sehr lange und anstrengende Auffahrt zum Glaspaß (1846 Hm) bei der wir die Straße und Schotterwege nutzten. Oben angekommen waren wir total fertig und wollten nur noch eines: Duschen, essen, schlafen und zwar auch in dieser Reihenfolge. Die Abfahrt nach Safien Platz, ein ganz kleines Dörfchen, war teilweise technisch anspruchsvoll, da der Wanderweg sehr schmal und steinig war. Hierbei brauchten wir all unsere Kräfte auf und waren dann heilfroh, im Gasthaus "Rathaus" direkt am Stausee ein Zimmer gefunden zu haben. Das Abendessen war richtig lecker und stilvoll, mit vorgewärmten Tellern, Vorsuppe und so. In den dicken Betten konnte man dann weiter von den genialen Abfahrten träumen.


Etappendaten:

Distanz: 72 km
Höhenmeter: 2300
Start: 7:30 h
Stop: 17:40 h
vmax: 68 km/h
Wetter: 15-20 °C, teilweise starker Regen, starke und tiefe Bewölkung

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