Reisebericht der Transalp Gargellen - Locarno


Schlappiner Joch 1. Tag: 27.7.1999

Gleich die ersten Meter führten uns von Gargellen aus in einen Anstieg, der sich gewaschen hatte. Das Schlappiner Joch war anspruchsvoller, als es auf der Karte aussSchlappiner Jochah. So waren wir von viel Geröll, dem sehr schmalen Weg und vielen Tragepassagen erstaunt. Doch nicht wissend, was noch alles auf uns zukommen würde, nahmen wir die Herausforderung an und waren um so stolzer, als wir auf 2202 Metern die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz erreicht hatten. Zu allem Überfluß hatten wir gleich am ersten Paß noch Schwierigkeiten mit der Federgabel von Markus und die Lenkertasche von Jens ging auch noch kaputt. Bergab war der Weg kaum fahrbar, wir kamen also ernüchtert im Tal an. Die Tour konnte doch viel anstrengender werden als wir gedacht hatten, auch wurde uns klar, wie stark das Material beansprucht würde. Die Felgen waren unten im Tal wahnsinnig heiß und wir machten uns Sorgen um unsere Bremsen.

Schlappiner Joch Nach Davos, wo erst mal Mittagspause gemacht wurde und vor allen Dingen Bananen gekauft wurden, fuhren wir auf der Straße, auch dieser Anstieg war nicht aus Pappe. Durch den freundlichen Hinweis einer Davoserin haben wir einen schönen, breiten Weg, der zum Teil im Wald verlief und eigentlich ein Wanderweg ist, hinauf auf die Schatzalp gefunden. Alle Sorgen des letzten Passes waren wie weggeblasen, denn dieser Anstieg war einfach klasse. Die Ernüchterung kam allerdings auf dem Weg zum Strelapaß (2352 Hm), als es so steil wurde, daß aufgrund jeglichen Schlappiner Joch Tranktionsverlusts, geschoben werden mußte. Doch alle Anstrengungen, die steinige, sehr steile Passage zu überwinden, wurden mit einer herrlichen Aussicht von der Paßhöhe auf die Täler und auf die umliegenden Berge belohnt. Klar waren wir nach etwa 2000 Höhenmetern erschöpft, aber auch überglücklich und stolz auf die erbrachte Leistung. Die Abfahrt war anfangs dermaßen knifflig, daß wir vorsichtshalber geschoben haben, aber sobald der Weg fahrbar war, wurden wir mit einer schier endlosen, furchtbar schnellen und schönen Abfahrt belohnt. Die letzten Meter führten wieder bergauf nach Litzirüti, wo wir im Sport- und Ferienhaus Valbella nächtigten.


Etappendaten:

Distanz: 45 km
Höhenmeter: 2000
Start: 8:00 h
Stop: 16:15 h
Wetter: 15-25 °C, teilweise bewölkt und starker Wind; trockene Hitze

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